Archiv 2017

Harzwanderung

Normalerweise findet die Harzwanderung im Winter statt, aber nicht in diesem Jahr. Unter dem Motto "Indian Summer" begaben wir uns in den Südharz nach Scharzfeld. Rund 14 Clubmitglieder waren mit am Start und waren neugierig auf den mittlerweile sehr bekannte Einhornhöhle. Die knapp 1 stündige Besichtigung wurde höchstpersönlich vom Betriebsleiter und Paläontologe Dr. Ralf Nielbock durchgeführt.
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Willkommen in der Anderen Welt unter dem Harz, der Welt der Einhörner, Höhlenbären und Neandertaler!
Dr. Ralf Nielbock

Zunächst die Historie der Einhornhöhle

Sie ist heute die größte begehbare Höhle des Westharzes und hat eine Gesamt-Ganglänge von über 600m., wovon nur 270m der Führungsweg beträgt. Aufgrund neuester Forschungsergebnisse kann heute davon ausgegangen werden, dass der Gesamthohlraum allerdings um ein Vielfaches größer ist als die uns heute bekannte Einhornhöhle. Innerhalb der Hauptstrecke reihen sich mehrere großen Hallen und Dome aneinander. Sie sind durch niedrige Gänge miteinander verbunden.

Im Südwesten der Höhle in der sogenannten Blauen Grotte befinden sich zwei Deckeneinstürze, die einzigen heute noch vorhandenen natürlichen Eingänge zur Höhle. An einen Seitengang des Weißen Saales wurde 1905 ein Stollen angefahren. Er wird seitdem als Haupteingang zur Höhle benutzt.

Jahrhunderte lang wurde die Höhle von Knochensammlern aufgesucht. Bereits 1583 wurde über das Graben nach "Einhörnern" berichtet. Die Höhle erwies sich als ergiebige Fundstelle für das als Medizin und Heilmittel begehrte Einhorn. Aber bereits im 17. Jahrhundert wurde erkannt, dass es sich bei den Knochenfunden um fossile Reste von Großsäugetieren, vor allem dem Höhlenbären, nicht aber um das sagenumwobene Einhorn handelt. Das Fabeltier, dass es leibhaftig niemals gegeben hat, war dennoch namengebend für diese Höhle.

Neben den Einhorngräbern wurde die Höhle aber bereits seit geraumer Zeit von Geowissenschaftlern und Forschern aufgesucht, so bereits von den Universalgelehrten Leibniz (1686) und Goethe (1784). Ende des 19. Jahrhunderts hat der Berliner Arzt und Anatom Rudolf Virchow hier gegraben, Hermann Löns suchte die Höhle ebenfalls auf. Die Forschungen um die letzte Jahrhundertwende hatten vor allem das Ziel, den "diluvialen Menschen" (= Mensch des Eiszeitalters) zu finden. Dies gelang erst 1985 mit dem Fund von Steinwerkzeugen aus der Altsteinzeit. Die Ausgrabungen 1985-88 ergaben, dass die Höhle vor über 100.000 Jahren über lange Zeiträume von den Neandertalern besiedelt war. 
Quelle: Geschichte der Einhronhöhle - www.einhornhoehle.de

Stärkung vor der Wanderung

Gleich nebenan in der Baude haben wir uns anhand einer kleinen Karte gestärkt. Die Sonne verwöhnte uns trotz der frischen Temperaturen auf der Terrasse von der Baude.
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Wanderung

Frisch gestärkt machten wir uns auf den rund 4 km Rundweg an den Rottsetinklippen vorbei hinauf zum Herbstberg - wie passend zur Jahreszeit. Nach einer kleinen Pause ging es Talwärts um den Hasenwinkelbach zu überqueren und Stiel hinauf zur Baude von der Einhornhöhle zu gelangen.

Einige kehrten noch mal in der Baude zum Kaffee ein bevor dann die Heimfahrten angetreten wurde.
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Martin Röver

Mitgliederversammlung 2017

Unser Vorsitzender Ulrich Krämer hieß in den Räumlichkeiten des "Waldhaus Oelper" alle 36 Clubmitglieder willkommen zur diesjährigen Mitgliederversammlung des ASOC Harz/Heide.

Die Versammlung lauschte den Berichten des Vorstandes und den Planungen für dieses Jahr. Auch Wahlen standen auf der Tagesordnung. Doch zunächst stärkten sich alle Anwesenden bei einem leckeren Abendessen.

Die Vorstandsmitglieder haben über ihren Fachbereich berichtet. Anhand einer Präsentation konnten die Clubmitglieder die Veranstaltungen wie die Braunkohl- und Harzwanderung, den 14. modeautofrühling, den Kegelabend, die Harz-Heide-Fahrt für Oldtimer, die Spargel- und Okerlandfahrt sowie das Saisonfinale Revue passieren lassen.

Wahlen

Nach dem die Versammlung den Vorstand für das Geschäftsjahr 2016 entlastet hat, standen Wahlen auf der Tagesordnung. Hierbei gab es keine Überraschungen, so dass folgende Vorstandsmitglieder in ihrem Amt bestätigt worden sind:

Martin Röver (Stellvertretender Vorsitzender)
Rolf Schormann (Sportleiter)
Britta Brandt (Touristikleiterin)

Als regulären Ersatz für den ausscheidenden Rechnungsprüfer Erhard Woldt wurde
Brigitte Consbruch-Sattler für die nächsten zwei Jahre für diese Aufgabe gewählt.

Als Delegierte für die Mitgliederversammlung des ADAC Niedersachsen/ Sachsen-Anhalt in Celle wählte die Versammlung
Britta Brandt, Silvia Krämer und Uwe Sattler sowie als Ersatzdelegierte Rolf Schormann und Marion Röver.

Auf Antrag des Vorstandes erfolgte eine Ergänzung der
Satzung in dem § 5 "Beiträge" um Absatz III "Der Clubbeitrag für Jugendmitglieder und Treuemitglieder kann auf Antrag vom Vorstand reduziert werden."
 
Danach erfolgte der Ausblick auf das Jahr 2017 mit seinen vielen Veranstaltungen, die mit der Präsentation unserer Oldtimer im Rahmen des
15. modeautofrühling (1./2. April) beginnt und bei den vielen touristischen Fahrten wie der Harzwanderung, der Spargelfahrt oder auch der Okerlandfahrt weitergeht.


Martin Röver

Braunkohlwanderung

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Unsere Clubmitglieder Gertrud und Horst Kölpin luden uns in den Landkreis Wolfenbüttel in ihren Heimatort Veltheim (Ohe) ein.

Zunächst genossen wir mit rund 30 Clubmitgliedern im Restaurant "Lindenhof" Braunkohl-satt und tauschten uns in gemütlicher Atmosphäre aus.
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Bei eisigen Minus 5 Grad brachte uns im Anschluss der Ortsheimatpfleger Herbert Wolff die Geschichte zur Kirche St. Remigius und dem Schloss Veltheim näher.

Zunächst führte er uns zum Schloss Veltheim und erzählte uns die Geschichte dazu.
Die vermutlich im 12. Jahrhundert entstandene Wasserburg Veltheim geht auf die 1160 erstmals urkundlich erwähnte Familie von Veltheim zurück. 1430 wurde die Burg von Braunschweiger Bürgern erheblich zerstört, die gegen die Behinderung ihrer Handelswege nach Osten kämpften.

Um 1494 wurde die zerstörte Burg an die Familie von Honrodt verkauft. 1537 wurde Ernst von Honrodt vom Braunschweiger Herzog
Heinrich der Jüngere mit der Burg, dem Gericht, dem Kirchenpatronat und den Waldungen belehnt. Er gestaltete die Wasserburg 1555 in ein Schloss um.

Als die Familie von Honrodt 1814 erlosch, erwarb die Familie Veltheim 1832 ihr Stammgut zurück. Sie war inzwischen in
Bartensleben bei Helmstedt ansässig. Heute ist der Landwirt und Gutsbesitzer Alexander von Veltheim Bürgermeister der Gemeinde.
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In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Patronatskirche St. Remigius.

Veltheim war ein altes Pfarrdorf, das früher im Bann Lucklum stand. Eine romanische Kirche bestand sicher 1214, als  urkundlich ein „H. sacerdos de  Velthem“  (Pfarrer von Veltheim) als Zeuge eines Rechtsgeschäfts zwischen dem  Abt von Riddagshausen und Rittern aus Rautheim genannt wird.

1836 wurde das heruntergekommene Kirchenschiff durch Wilhelm von Veltheim von Grund auf neu errichtet. Das Leichenhaus wurde abgerissen und die  Grabplatten (Epitaphe) konserviert. Im Jahre 1870 wurde die Kirche nach den Plänen des braunschweigischen Baurats Peter Josef Krahe im romanischen Stil mit  Querschiff und Apsis umgestaltet.

Bei späteren Sanierungsarbeiten wurde eine romanische Altarplatte mit unversehrter Reliquiengruft gefunden. Mit einer Bleihülle umschlossen befanden sich darin ein  menschlicher Backenzahn, ein Holzstückchen und blauer Seidenstoff aus der Karolingerzeit sowie winzige Pergamentfetzen. Diese Altarplatte war um 1531 zu einer Grabplatte für Hans und Christoph v. Honrodt umfunktioniert worden. Außerdem sind die Epitaphe des Erbauers des Wasserschlosses, Ernst von Honrodt, und seiner zweiten Frau sowie des Kanonikus Georg von Honrodt im Turm und im Kirchenschiff aufgestellt.

 Im Jahre 1870 wurde die Kirche nach den Plänen des braunschweigischen Baurats Peter Josef Krahe im romanischen Stil mit  Querschiff und Apsis umgestaltet.

Ein besonderes Kleinod ist der Flügelaltar (Tryptichon) aus den 15. Jahrhundert. Der Holzaltar stellt im Mittelteil die Anbetung der Heiligen drei Könige dar. Die Szene wird flankiert von zwei Bischöfen im Ornat; zur Linken der Schutzpatron St. Remigius und zur Rechten St. Bernward. In den Flügelteilen sind in je zwei Reihen die 12 Apostel mit Attributen dargestellt. Auf der Rückseite der Flügel ist ein Sternenhimmel dargestellt.
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Nach einem "Aufwärm"-Schnaps, der zwar geschmeckt hat, aber nicht aufgewärmt hat, traten wir alle unseren Heimweg an.

Vielen Dank an die beiden Ausrichter Gertrud und Horst Kölpin.


Martin Röver

Quelle: Ortsheimatpfleger Herbert Wolff und Ev.-luth. Pfarrverband Veltheim mit Schulenrode

Okerlandfahrt

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Datum: 3. Oktober 2015
Teilnehmer: 29 mit 15 Oldtimer
Wetter: Durchgehend gut, bis auf ein  paar Tröpfchen

Wir sind pünktlich losgekommen.
Ansonsten hat die Streckenführung, in weiser Voraussicht, um jede am Horizont sichtbare Regenwolke einen Bogen gemacht. Die Streckenführung ist bei allen gut angekommen.
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Auch die Besichtigung des Motorrad Museums von Manfred Zippel löste bei einigen, die es noch nicht kannten, Begeisterung aus. Mittagessen und Pause im Klostergut Wöltingerode war akzeptabel. Das Führungsfahrzeug hat die Geschwindigkeit so gewählt, dass alle Teilnehmer problemlos folgen konnten. Im Ziel dann Standing Ovation für die Ausrichter und anschließend zünftiges Wurstessen.
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Das Führungsfahrzeug hat die Geschwindigkeit so gewählt, dass alle Teilnehmer problemlos folgen konnten. Im Ziel dann Standing Ovation für die Ausrichter und anschließend zünftiges Wurstessen.


Rolf Schormann
Saisonfinale 2017
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Traditionell am 1. Advent hat der ASOC Harz/Heide seine Clubmitglieder und Freunde des Clubs zum Saisonfinale und zum Jahresausklang mit weihnachtlichen Ambiente ins "Waldhaus Oelper" eingeladen.

Passend zum Anlass überraschte uns alle das Wetter mit einer verschneiten Winterlandschaft.
Nach der Begrüßung durch unseren 1. Vorsitzende Ulrich Krämer genossen wir alle das weihnachtliche Menü mit traditionellem Gänse- und Entenfleisch.

Bevor der Nachtisch gereicht wurde, ehrte Ulrich Krämer verdiente Clubmitglieder in den unterschiedlichen Kategorien für Ihre Tätigkeiten, Hilfe und ihre Aktivitäten im Jahre 2017.
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Ehrungen des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt

Die ADAC-Nadel in Bronze erhielt Klaus Felske und für ihre langjährige ADAC-Mitgliedschaft wurden Brigitte Consbruch-Sattler (40 Jahre) und Dr. Dietrich Merkel (50 Jahre) ausgezeichnet.
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Ehrungen des ASOC Harz/Heide

Ulrich Krämer dankte zum einen Stefan Röver für seine 25-jährige ASOC-Mitgliedschaft und ehrte die ASOC-Clubmeister in den folgenden Sparten:
  • Oldtimer-Sport: 1. Rolf Schormann, 2. Hans-Jürgen Strassner
  • Clubtouristik: 1. Erhard Woldt, 2. Elvira Woldt und 3. Karin Asche
  • Wanderpokale für Besondere Verdienste: Brigitte Consbruch-Sattler und Uwe Sattler
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Dank an die Damen des ASOC-Vorstandes

Ein ganzen lieben Dank an die Dame im Vorstand und den Damen der Vorstandsmitglieder:
(v.l.) Brigitte Consbruch-Sattler, Christa Steinmann, Silvia Krämer, Marion Röver und Britta Brandt.
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Auf diesem Wege dankt der
Vorstand des ASOC Harz/Heide
allen Clubmitgliedern für
Ihre Treue, Hilfe und Teilnahme
an den vielen Veranstaltungen
im abgelaufenen Jahr 2017
und wünscht allen
alles Gute für 2018.



Martin Röver