Archiv 2026
Grünkohlessen
Wenn 17 ASOC-Mitglieder zum Grünkohlessen satt im Gasthof Lüddecke in Hordorf zusammentreffen, dann ist eines sicher: Am Ende sind alle satt – und ein bisschen schlauer.
In gemütlicher Runde wurde geschnackt, gelacht und beherzt zugelangt. Die Teller füllten sich immer wieder wie von Zauberhand mit Grünkohl, deftigen Kartoffeln, Bregenwurst, Kasseler und allem, was das norddeutsche Herz im Winter höherschlagen lässt. Der Service hatte alle Hände voll zu tun, denn das „satt“ wurde von unseren Mitgliedern durchaus ernst genommen.
Zwischen dem zweiten Nachschlag und der strategischen Entscheidung, ob noch ein kleines Würstchen Platz findet, entwickelte sich – ganz nebenbei – ein indirekter Fachvortrag über den feinen, aber wichtigen Unterschied zwischen Braunkohl und Grünkohl.
Es wurde zwinkernd-fachkundig erläutert: Botanisch betrachtet ist es ein und dieselbe Mutterpflanze mit unterschiedlichen Zuchtzielen. Der Unterschied liegt weniger im Gewächs als vielmehr in der Zubereitung und – natürlich – in der regionalen Überzeugung. Während mancher überzeugt war, dass „echter“ Braunkohl nur so heißen darf, wenn er lange genug geschmort wurde, hielten andere tapfer dagegen: „Grünkohl bleibt Grünkohl – auch wenn er braun wird!“ Spätestens beim dritten Bier war man sich einig: Hauptsache, er schmeckt.
Der Gasthof Lüddecke bot dafür den perfekten Rahmen – gemütlich, herzlich und mit genau der richtigen Portion ländlicher Atmosphäre. So wurde nicht nur der Kohl genossen, sondern auch die Gemeinschaft gepflegt.
Am Ende des späten Mittags waren alle 17 ASOC-Mitglieder zufrieden, bestens gesättigt und um die Erkenntnis reicher, dass es manchmal gar nicht so wichtig ist, wie der Kohl heißt – solange er reichlich auf dem Teller liegt.
Ein rundum gelungener Mittag – Wiederholung dringend empfohlen!
Preiskegeln
Beim diesjährigen Preiskegeln des ASOC Oldtimerclubs Harz/Heide im Lindenhof in Veltheim/Ohe ging es wieder hoch her – sportlich wie kulinarisch. Nach einem guten Essen wurden die Ärmel hochgekrempelt und an zwei Bahnen ernst gemacht: Vier Runden à zehn Würfe mit Punktzählung verlangten den Teilnehmern volle Konzentration ab.
Doch der eigentliche Spaß begann bei der traditionellen „100-Punkte-Runde“: Frauen gegen Männer! Hier konnte ein einziger Pasch das ganze Team gnadenlos wieder auf Null setzen – sehr zur Freude der jeweils anderen Seite und zur allgemeinen Erheiterung. Die Kugeln rollten, die Kommentare ebenso, und spätestens nach dem ersten „Zurück auf Null!“ war klar: Heute geht es nicht nur ums Gewinnen, sondern vor allem ums Lachen.
Am Ende wurden vier Preise vergeben. Wie so oft sicherte sich Karin Asche souverän Platz 1. Dahinter folgten Uwe Sattler, Horst Weirowski und Klaus Felske, die sich ebenfalls über ihre Preise freuen konnten.
Ein besonderer Dank gilt Uwe Sattler, der zu seinem 70. Geburtstag großzügig als Getränkesponsor auftrat – eine Geste, die natürlich von allen gern angenommen wurde. Herzlichen Dank und nochmals alles Gute!
Fazit: Ein gelungener Abend mit guter Stimmung, rollenden Kugeln und der Erkenntnis, dass beim Kegeln manchmal ein einziger Pasch alles verändern kann.
Spargeltour
Schon beim Start war klar: Heute wird nicht gerast, heute wird stilvoll entschleunigt. In gemütlicher Kolonne ging es durch beschauliche Landschaften, über kleine Sträßchen und vorbei an neugierigen Spaziergängern, die vermutlich dachten: „Schatz, wir brauchen auch wieder einen Oldtimer!“
Erstes Ziel: der legendäre Wellblechpalast Lahmann in Otze. Dort wurde nicht nur gefachsimpelt, sondern vor allem Spargel vernichtet. Und zwar in Mengen, bei denen selbst die Fahrzeuge leicht tiefergelegt wirkten. Nach dem Motto: „Der Mensch lebt nicht vom Benzin allein.“
Doch wer dachte, nach den übervollen Spargelbäuchen wäre Schluss, kennt die ASOC-Truppe schlecht. Weiter ging’s nach Wehnsen ins Café SchönHier – nomen est omen! Dort wurden Kaffee, Kuchen und Aperol Spritz mit derselben Leidenschaft genossen wie zuvor die kurvigen Landstraßen. Dort wartete außerdem das obligatorische Rätsel mit 10 kniffligen Fragen. Das Ergebnis: Kein Team konnte alle Aufgaben lösen – von 20 möglichen Punkten schaffte das beste Team immerhin stolze 12 Punkte. Offenbar waren die Spargelportionen stärker als die Konzentration.
1. Team Krämer 2. Team Woldt 3. punktgleich Team Felke/Wessel und Asche/Hebeke
Nach insgesamt 110 Kilometern voller guter Laune, knatternder Motoren, glänzendem Lack und kulinarischer Höchstleistungen machten sich schließlich alle wieder auf den Heimweg. Glücklich, satt und mit der wichtigen Erkenntnis: Oldtimer fahren verlängert vielleicht nicht das Leben – aber definitiv die schönsten Tage darin.
