Archiv 2018
Mitgliederversammlung 2018
Unser Vorsitzender Ulrich Krämer hieß in den Räumlichkeiten des "Waldhaus Oelper" alle 35 Clubmitglieder und Gäste willkommen zur diesjährigen Mitgliederversammlung des ASOC Harz/Heide.
Bevor jedes Vorstandsmitglied aus seinem Resort berichtete und die Wahlen durchgeführt wurden, stärkten sich zunächst alle Anwesenden bei einem leckeren Abendessen.
Die Vorstandsmitglieder berichteten von den Aktivitäten aus ihren Fachbereichen. Begleitet mit einer Präsentation konnten die Clubmitglieder die Veranstaltungen wie die Braunkohl- und Harzwanderung, den 15. modeautofrühling, den Kegelabend, die
Bevor jedes Vorstandsmitglied aus seinem Resort berichtete und die Wahlen durchgeführt wurden, stärkten sich zunächst alle Anwesenden bei einem leckeren Abendessen.
Die Vorstandsmitglieder berichteten von den Aktivitäten aus ihren Fachbereichen. Begleitet mit einer Präsentation konnten die Clubmitglieder die Veranstaltungen wie die Braunkohl- und Harzwanderung, den 15. modeautofrühling, den Kegelabend, die
Im Nachgang zum Saisonfinale wurde Klaus Engelhardt für seine 25-jährige Mitgliedschaft im ASOC Harz/Heide geehrt.
Wahlen
Nach dem die Versammlung den Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 entlastet hat, standen Wahlen auf der Tagesordnung. Auf den Positionen Vorsitzender und Schatzmeisterin stellten sich die Amtsinhaber zur Wiederwahl. Somit wurden in Ihren Ämtern Ulrich Krämer (Vorsitzender) und Marion Röver (Schatzmeisterin) bestätigt.Für den Verkehrs- und Technikleiter Jann Fehlauer, der aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellte, wurde Uwe Sattler einstimmig aus der Versammlung gewählt.
Als regulären Ersatz für den ausscheidenden Rechnungsprüfer Klaus-Dieter Runte wurde Erhard Woldt für die nächsten zwei Jahre für diese Aufgabe gewählt.
Als Delegierte für die Mitgliederversammlung des ADAC Niedersachsen/ Sachsen-Anhalt in Magdeburg wählte die Versammlung Britta Brandt, Silvia Krämer und Brigitte Consbruch-Sattler sowie als Ersatzdelegierte Marion Röver und Uwe Sattler.
Danach erfolgte der Ausblick auf das Jahr 2018 mit seinen vielen Veranstaltungen, die mit dem ASOC-Kreuzfahrt nach Oslo beginnt und bei den vielen touristischen Fahrten wie der Harzwanderung, der Spargelfahrt oder auch der Okerlandfahrt weitergeht. Höhepunkt des Jahres ist die 16. Harz-Heide-Fahrt für Oldtimer am 3. Juni.
Martin Röver
Mini-Kreuzfahrt nach Oslo
Nachdem ein Großteil das Ablegen beobachtet hatten, bezogen wir unsere Kabinen, teils Innenkabinen, scherzhaft von uns als "Holzklasse" bezeichnet, teils Kabinen mit Promenaden-Blick. Zunächst erkundeten wir erst mal das Schiff. Auch am Nachmittag wurde schon einiges geboten – Live Musik im Irish Pub und im Theater, Schwimmbad, Wellness, Golf-Simulator und nicht zu vergessen, etliche Geschäfte, in denen man sein Geld in wertvolle Gegenstände wie einen Norwegen-Schal ausgeben konnte.
Oslo ist immer eine Reise wert - auch wenn es nur für 4 Stunden ist.
Martin Röver
Um 20 Uhr trafen wir uns dann im Restaurant Grand Buffet zum Abendessen. Es gab ein üppiges Kalt-Warmes-Buffet. Hier hat jeder etwas nach seinem Geschmack gefunden. Man war leider viel zu schnell satt, so dass sich einige die große Kuchenauswahl nur noch angesehen haben.
Den Abend beschlossen wir dann ganz oben im Observation Room mit leckeren Getränken. Einige hielten durch bis kurz vor Mitternacht, um das beleuchtete Colorline Schwesterschiff, das aus Oslo kam, zu betrachten. Fotoversuche schlugen wegen der Dunkelheit aber fehl.
Den Abend beschlossen wir dann ganz oben im Observation Room mit leckeren Getränken. Einige hielten durch bis kurz vor Mitternacht, um das beleuchtete Colorline Schwesterschiff, das aus Oslo kam, zu betrachten. Fotoversuche schlugen wegen der Dunkelheit aber fehl.
Zum Frühstück am Samstag befuhren wir den Oslo-Fjord bei absolut blauem Himmel und spiegelglatter See.
Die Promenadenblick-Kabinenbewohner genossen ihr Frühstück im Oceanic-Restaurant mit grandiosem Blick nach hinten auf das Wasser. Alle anderen stärkten sich im Grand Buffet bei einem wieder gut bestückten Buffet.
Für den ca. 4-stündigen Aufenthalt war um 10.15 Uhr eine Stadtrundfahrt gebucht, an der fast alle teilnahmen. Reiner und Angela Traudt haben stattdessen das Schiff bis in die letzte Ecke inspiziert.
Das absolute Highlight der Rundfahrt war zweifelsohne der Abstecher zum Stadtteil und Berg Holmenkollen. Erstmal der grandiose Blick von oben in den Fjord und außerdem fand hier gerade das vorletzte Biathlon-Weltcup-Wochenende statt und wir hatten für ca. 30 Minuten die Möglichkeit, einen Teil der Strecke zu überblicken. Einige wären gerne dageblieben.
Die Promenadenblick-Kabinenbewohner genossen ihr Frühstück im Oceanic-Restaurant mit grandiosem Blick nach hinten auf das Wasser. Alle anderen stärkten sich im Grand Buffet bei einem wieder gut bestückten Buffet.
Für den ca. 4-stündigen Aufenthalt war um 10.15 Uhr eine Stadtrundfahrt gebucht, an der fast alle teilnahmen. Reiner und Angela Traudt haben stattdessen das Schiff bis in die letzte Ecke inspiziert.
Das absolute Highlight der Rundfahrt war zweifelsohne der Abstecher zum Stadtteil und Berg Holmenkollen. Erstmal der grandiose Blick von oben in den Fjord und außerdem fand hier gerade das vorletzte Biathlon-Weltcup-Wochenende statt und wir hatten für ca. 30 Minuten die Möglichkeit, einen Teil der Strecke zu überblicken. Einige wären gerne dageblieben.
Ein nachfolgender Spaziergang im Vigelandspark war dann auch noch lehrreich. Man musste hier nur höllisch aufpassen, da es zum großen Teil spiegelglatt war, was dazu führte, dass Ulrich Krämer leider schmerzhaft stürzte.
Der letzte Haltepunkt der Rundfahrt war das Fram-Museum auf der Museumsinsel mit der Möglichkeit, sich noch kurz über Polarreisen in früheren Zeiten zu informieren.
Als wir dann um 13.45 Uhr als allerletzte auf Schiff huschten, konnten wir dann gleich das Auslaufen vom Sonnendeck aus beobachten. Hier machten wir dann noch weitere obligatorische Gruppenfotos.
Der letzte Haltepunkt der Rundfahrt war das Fram-Museum auf der Museumsinsel mit der Möglichkeit, sich noch kurz über Polarreisen in früheren Zeiten zu informieren.
Als wir dann um 13.45 Uhr als allerletzte auf Schiff huschten, konnten wir dann gleich das Auslaufen vom Sonnendeck aus beobachten. Hier machten wir dann noch weitere obligatorische Gruppenfotos.
Den Abend verbrachten wir ähnlich wie am Freitag.
Am Sonntag früh um 10 Uhr legten wir dann wieder in Kiel an, um dann umgehend die Heimreise anzutreten.
Alles in allem war es ein superschönes, kurzweiliges Wochenende, dass – soweit ich beurteilen kann – auch allen gefallen hat. Hier noch die Bildergalerie zum schmökern.
Text: Britta Brandt
Fotos: Marion Röver
Am Sonntag früh um 10 Uhr legten wir dann wieder in Kiel an, um dann umgehend die Heimreise anzutreten.
Alles in allem war es ein superschönes, kurzweiliges Wochenende, dass – soweit ich beurteilen kann – auch allen gefallen hat. Hier noch die Bildergalerie zum schmökern.
Text: Britta Brandt
Fotos: Marion Röver
Harz-Heide-Fahrt für Oldtimer 2018
Sommerliche Temperaturen und Unwetter
waren die prägenden Wetterverhältnisse an den Tagen vor der Veranstaltung. Während viele Teile Deutschlands von Starkregen und Gewittern heimgesucht wurden, hatten die Mai-Tage mit heißen Temperaturen unsere Region voll im Griff. Am Tag der Harz-Heide-fahrt für Oldtimer herrschten angenehme 24 Grad und ein Wolken-Sonnen-Mix. Dadurch kamen nicht nur die Helfer sondern auch die Cabrio- und Motorrad-Fahrer nicht ins Schwitzen.Wie gewohnt standen um 8 Uhr morgens die ersten Teilnehmer am Tor zur Öffentlichen Versicherung Braunschweig, von wo auch der Start erfolgte. Das Vorstart-Team rund um Wilfried Jahns wiesen den Teilnehmern ihre Parkplätze zu, die zusätzlich sehr gut ausgeschildert waren. Trotzdem verirrte sich hin und wieder ein Teilnehmer auf einem falschen Parkplatz.
Nach dem Empfang der Fahrtunterlagen stärkten sich Teilnehmer und Helfer am reichhaltigen Frühstücksbüfett mit belegten Broten, Kuchen, Kaffee und Tee, welches vom Frühstücks-Team rund um Diana Jahns sehr liebevoll hergerichtet wurde.
Die Fahrt beginnt pünktlich um 9.30 Uhr wurde der erste Teilnehmer, der ehemalige Fahrtleiter Ulrich Krämer, mit seinem Fiat 514 Mille Miglia von 1930 auf die Strecke geschickt. In Minutenabstand folgten weitere 85 Automobilie und Motorräder, die in Wertung fuhren, dass heißt sie mussten einige Gleichmäßigkeitsprüfungen und Zeitkontrollen absolvieren. Denn sie wollten den Besten des Tages unter sich ermitteln.
Nach einer kleinen Pause folgten im 30-Sekunden-Abstand 48 Fahrzeuge, die rein touristisch nur die Strecke und die Atmosphäre der Veranstaltung genießen wollten.
Auf dem Klostergut Wöltingerode
fand die Mittagspause statt. Bevor jedoch die „in Wertung“-fahrenden Teilnehmer das leckere Essen im Klosterhotel genießen durften, mussten sie nach der letzten Zeitkontrolle des Vormittags eine Sonderaufgabe der Dekra absolvieren. Sie hatten die Aufgabe, bis auf 20 cm an eine Mauer heranzufahren. Natürlich war diese Mauer aus Styropor, denn es kann ja mal passieren, dass man verschätzt und gegenfährt.Sehr repräsentiert geparkt konnten die zahlreichen Besucher des Klostergutes die historischen Fahrzeuge bestaunen während sich ihre Besitzer für den Nachmittag stärkten.
Die Rückfahrt nach Braunschweig
erfolgte gemütlich über die Landstraßen der Landkreise Wolfenbüttel und Salzgitter. Kurz vor dem Altstadtmarkt sollten die Teilnehmer in Wertung noch eine Zeitkontrolle im Bereich des Harz-Heide-Geländes absolvieren.Aufgrund der parallel stattfindenden Kulturveranstaltung im Bürgerpark „Klassik im Park“ musste improvisiert werden. So wurde spontan vom Fahrtleiter entschieden, die Teilnehmer ohne Zeitkontrolle zum Altstadtmarkt fahren zu lassen. Solche kurzfristigen Änderungen kommen mal vor und man muss halt mit Augenmaß reagieren.
Im Ziel
auf dem Altstadtmarkt wurden die Teilnehmer wieder von zahlreichen Zaungästen begrüßt. Die Fahrzeuge wurden publikumswirksam auch auf dem Kohlmarkt geparkt.Für das Auswertungsteam rund um Martin Röver gab es keine Ruhepause. Mit Hochdruck wurden alle erfahrenen Ergebnisse erfasst und die Sieger der Klassen, Gesamtsieger und Gewinner von Sonderpokalen ermittelt. Als besonderes Highlight bei Siegerehrung sind die Bildeinblendungen der jeweiligen Siegerfahrzeuge, die am Morgen im Vorstart-Bereich gemacht wurden. Diese Bilder mussten noch die Präsentation eingearbeitet werden.
Die Siegerehrung
startete pünktlich um 18.30 Uhr. Nach einleitenden Worten durch den Fahrtleiter Harald Siems begrüßten auch Carsten Müller (Mitglied des Bundestages und Vorsitzender des Parlamentskreises Historische Fahrzeuge) sowie Ulrich Krämer (Vorsitzender des ASOC Harz/Heide und des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt) alle Anwesenden und schilderten Ihre Eindrücke von der Veranstaltung, da beide selber teilgenommen haben.Als Gesamtsieger der Automobile wurde Klaus und Karin Steffens und der Motorräder Bernd Stinski geehrt. Weitere zahlreiche Pokale erhielten die Besten der jeweiligen Klassen - getrennt nach Automobile und Motorräder. Sonderpokale wurden für das beste Damen-Team, bestes ASOC-Team, Bester der Sonderprüfung der Dekra auf dem Klostergut Wöltingerode und den Gleichmäßigkeitsprüfungen 1 und 3 verteilt.
Als Fazit
können Harald Siems und Rolf Schormann für sich resümieren: im Großen und Ganzen hat ihre Premiere als neue „Chefs“ der Harz-Heide-Fahrt für Oldtimer geklappt. Natürlich gibt es hier und dort Dinge, die man überdenken muss. Aber aus den Gesprächen mit den Teilnehmer hat man ein sehr positives Bild gewonnen, so dass man Harald Siems die Aussage entlocken konnte: Wir sehen uns 2020 wieder.Zu guter Schluss können Sie alle Ergebnisse nachlesen.
Text: Martin Röver
Fotos: Marion Röver
Ein Alfa und die Zeit von „Exil“ und Petticoats
Wollen Sie nicht mal einen Blick auf die Automobilwelt von gestern werfen? Ja? Dann fahren Sie morgen in die Theodor-Heuss-Straße. Dort wird vor dem Gebäude der „Öffentlichen“ (ab 9.30 Uhr) die Harz-Heide-Fahrt der Oldtimer gestartet. Sie führt – ausgearbeitet vom Rallyespezialisten Harald Siems – über rund 140 Kilometer durchs Harzvorland (12 Uhr Stopp im Klostergut Wöltingerode) und endet gegen 16 Uhr auf dem Altstadtmarkt in Braunschweig.
Harz-Heide-Fahrt der Oldtimer lässt ein paar Erinnerungen an 1958 lebendig werden
Eckhard Schimpf
Klassiker wecken bei mir unendlich viele Erinnerungen. Vor allem an die 1950er-Jahre. An Opel Rekord, Ford 12 M, Auto Union 1000, Borgward Isabella, Porsche 356, Mercedes 300 und „VW-Brezelkäfer“. Sie alle sind bei der Harz-Heide-Fahrt zu sehen. Warum ich die 1950er-Jahre so herausstreiche? Nun, am 1. Juni 1958 lief die Rallye „Rund um den Braunschweiger Löwen“. Und damals war ich schon dabei! Als Beifahrer von Kurt Ahrens junior in einem ganz besonderen Auto.
Es war ein weißer Alfa Romeo Giulietta Spider mit dem Kennzeichen BS – AU 777. Diesen italienischen Sportwagen hatte Kurt Ahrens im April 1958 vom Vater zum 18. Geburtstag und zur Führerscheinprüfung bekommen. Mit dem Roadster bestritten wir 1958 zahlreiche Rallyes. Gleichzeitig fuhr Kurt Ahrens jr. auch Rennen auf Cooper. Drei Wochen nach der Führerscheinprüfung gewann er das Leipziger Stadtparkrennen. Das war der Beginn seiner großen Karriere als Weltklasse-Rennfahrer und Porsche-Werkspilot.
Der Alfa war ein Exot, nach dem sich die Leute die Köpfe verdrehten. Auch die Mädchen. Dieser Zweisitzer kostete 11 000 Mark (mehr als ein Porsche). Ich verdiente 1958 knapp 300 Mark im Monat bei der BZ und träumte davon, irgendwann mal so einen Alfa Romeo zu besitzen. 25 Jahre vergingen. Dann erzählte mir mein Rennfahrerfreund Toni Fischhaber aus Bad Tölz, dass er gerade so einen Spider in Italien gekauft hätte. In Rot. „Verkaufst Du ihn mir?,“ fragte ich. Das tat er. Ich blätterte 10 000 Mark hin. Mein Sohn Oliver restaurierte 1984/85 diesen roten Alfa, den ich heute noch besitze. Nun wird sich mancher Leser fragen, wie konnte einer wie Vater Ahrens seinem Sohn damals zum 18. Geburtstag solch ein üppiges Geschenk machen? Kurt Ahrens senior (gelernter Kirchenmaler) gehörte nach dem Krieg als Schrotthändler zu den reichsten Braunschweigern. Da er Rennen fuhr, parkten in seinen Garagen an der Broitzemerstraße schier atemberaubende Geräte. Mercedes 300 SL (mit Flügeltüren), Porsche Spyder 550, Alfa Zagato, Cooper, Lotus, Brabham.
Als Kurt und ich 1958 im weißen Alfa umherkutschten, hatte in Braunschweig gerade eine Top-Disco eröffnet, das „Exil“ im Keller vom Schuhstraßen-Bunker. Wir konnten damals direkt davor parken. Die Straßen, die heute von 64 Millionen Kraftfahrzeugen überflutet sind, waren leer. 1958 fuhren in der Bundesrepublik nur 2,5 Millionen Autos und ebenso viele Motorräder von Adler über BMW, DKW, NSU – bis Zündapp. Und sonst? Wir Jungen trugen Buschhemden, Blue-Jeans und schmierten „Brisk“ ins Haar. Die Mädchen mussten erst die Petticoats sortieren, ehe sie zu ihrem Freund auf die Vespa stiegen. Petticoats, diese buschigen Unterröcke, waren auch der absolut „letzte Schrei“ auf den Tanzflächen beim Rock 'n' Roll, den unsere Mütter als „Negermusik“ bezeichneten. Es war damals übrigens für Unverheiratete noch strafbar, im gleichen Hotelzimmer zu übernachten! In den Kinos (Braunschweig hatte über 20) waren Filme mit Rock Hudson oder Toni Curtis „die“ Renner. Ebenso Musikfilme mit Peter Kraus und Conny Froboess, die etwas später am Braunschweiger Theater engagiert war. Genau wie René Kollo, der gern in der „Expertise“ am Magnitor über die Stränge schlug.
Und im Fußball? 1958 erreichte Eintracht sensationell das Finale der Deutschen Meisterschaft. Aber die National-Elf, die 1954 Weltmeister geworden war, scheiterte bei der WM in Schweden. Deshalb wurden hier schwedischen Autos die Reifen zerstochen! In der Kneipe „Erste Kulmbacher“ (Madamenweg) traf sich der Lloyd-Club. Das war der Vorgängerverein jenes ADAC-Clubs, der heute die Harz-Heide-Fahrt ausrichtet. Man diskutierte über den „Leukoplastbomber“ (Lloyd 300), trank drei, vier Biere und fuhr heim. Alkoholkontrollen gab es nicht. Es kursierte noch der Autofahrer-Spruch: „Wie parkt eine Frau?“ Antwort: „Nach Gehör“.
Der Alfa war ein Exot, nach dem sich die Leute die Köpfe verdrehten. Auch die Mädchen. Dieser Zweisitzer kostete 11 000 Mark (mehr als ein Porsche). Ich verdiente 1958 knapp 300 Mark im Monat bei der BZ und träumte davon, irgendwann mal so einen Alfa Romeo zu besitzen. 25 Jahre vergingen. Dann erzählte mir mein Rennfahrerfreund Toni Fischhaber aus Bad Tölz, dass er gerade so einen Spider in Italien gekauft hätte. In Rot. „Verkaufst Du ihn mir?,“ fragte ich. Das tat er. Ich blätterte 10 000 Mark hin. Mein Sohn Oliver restaurierte 1984/85 diesen roten Alfa, den ich heute noch besitze. Nun wird sich mancher Leser fragen, wie konnte einer wie Vater Ahrens seinem Sohn damals zum 18. Geburtstag solch ein üppiges Geschenk machen? Kurt Ahrens senior (gelernter Kirchenmaler) gehörte nach dem Krieg als Schrotthändler zu den reichsten Braunschweigern. Da er Rennen fuhr, parkten in seinen Garagen an der Broitzemerstraße schier atemberaubende Geräte. Mercedes 300 SL (mit Flügeltüren), Porsche Spyder 550, Alfa Zagato, Cooper, Lotus, Brabham.
Als Kurt und ich 1958 im weißen Alfa umherkutschten, hatte in Braunschweig gerade eine Top-Disco eröffnet, das „Exil“ im Keller vom Schuhstraßen-Bunker. Wir konnten damals direkt davor parken. Die Straßen, die heute von 64 Millionen Kraftfahrzeugen überflutet sind, waren leer. 1958 fuhren in der Bundesrepublik nur 2,5 Millionen Autos und ebenso viele Motorräder von Adler über BMW, DKW, NSU – bis Zündapp. Und sonst? Wir Jungen trugen Buschhemden, Blue-Jeans und schmierten „Brisk“ ins Haar. Die Mädchen mussten erst die Petticoats sortieren, ehe sie zu ihrem Freund auf die Vespa stiegen. Petticoats, diese buschigen Unterröcke, waren auch der absolut „letzte Schrei“ auf den Tanzflächen beim Rock 'n' Roll, den unsere Mütter als „Negermusik“ bezeichneten. Es war damals übrigens für Unverheiratete noch strafbar, im gleichen Hotelzimmer zu übernachten! In den Kinos (Braunschweig hatte über 20) waren Filme mit Rock Hudson oder Toni Curtis „die“ Renner. Ebenso Musikfilme mit Peter Kraus und Conny Froboess, die etwas später am Braunschweiger Theater engagiert war. Genau wie René Kollo, der gern in der „Expertise“ am Magnitor über die Stränge schlug.
Und im Fußball? 1958 erreichte Eintracht sensationell das Finale der Deutschen Meisterschaft. Aber die National-Elf, die 1954 Weltmeister geworden war, scheiterte bei der WM in Schweden. Deshalb wurden hier schwedischen Autos die Reifen zerstochen! In der Kneipe „Erste Kulmbacher“ (Madamenweg) traf sich der Lloyd-Club. Das war der Vorgängerverein jenes ADAC-Clubs, der heute die Harz-Heide-Fahrt ausrichtet. Man diskutierte über den „Leukoplastbomber“ (Lloyd 300), trank drei, vier Biere und fuhr heim. Alkoholkontrollen gab es nicht. Es kursierte noch der Autofahrer-Spruch: „Wie parkt eine Frau?“ Antwort: „Nach Gehör“.
Braunschweiger Zeitung, 02.06.2018
Staunen über die schönsten Oldtimer-Schätze
Mehr als 130 Fahrzeug-Legenden fesseln das Publikum bei der Harz-und-Heide-Fahrt.
„Das war mein erstes Auto. Damit bin ich immer zum Zelten an die Ostsee gefahren“, erzählt ein Zuschauer wehmütig. Ein Kind fragt erwartungsfroh: „Kommen die auch alle wieder?“
Bei den Hamelnern Klaus und Karin Steffens klebt auf dem rund 4,2 Meter langen Triumph 2000 Roadster von 1949 ein Spruch. Übersetzt: „Der Unterschied zwischen Männern und Jungs ist die Größe ihrer Spielzeuge.“
Dirk und Birgit Lüddemann aus Gifhorn sitzen in ihrem Jaguar E-Type Cabrio mit Lederkappen. Auch Lothar Klenner aus Langenhagen sieht klasse aus. Er trägt zum Cruiser-Helm eine Pferdelederjacke aus den 30er-Jahren.
Der 76-Jährige hat das älteste teilnehmende Motorrad mitgebracht: eine Schüttoff F 350, Baujahr 1928. Gehandelt werden die Sportmotorräder heute für rund 20 000 Euro, erzählt er. Wobei: „Es wird gar nichts angeboten. Sie werden auch kaum noch gefahren. Das ist das Leid der Oldtimer.“
Er legt pro Jahr rund 1000 Kilometer auf dem Motorrad zurück: „Wenn die beim Losfahren donnert, kommt ein richtiges Glücksgefühl auf.“ Bei der Ausfahrt auf reizvollen Nebenstraßen traten 86 Teilnehmer zu drei Gleichmäßigkeitsprüfungen an. Dabei soll das Fahrzeug in einer vorgegebenen Zeit möglichst gleichmäßig bewegt werden. Eine Zusatzaufgabe lautete: möglichst 20 Zentimeter vor einem Gatter anhalten, berichtet Sportleiter Rolf Schormann.
Die Pokale für die Besten wurden abends im Altstadtrathaus überreicht. Bis dahin gab es Gelegenheit, die glänzenden Oldtimer und Youngtimer (Baujahr 1971 bis 1986) auf dem Altstadtmarkt und dem Kohlmarkt anzuschauen: Morris Eight, Borgward Isabella oder VW-Brezelkäfer, Aero 30 und Auto Union 1000 – alle noch unterwegs. Ulrich Krämer, Vorsitzender des ASOC, resümierte: „Unsere erste Tour 1990 war eine Wildwasserfahrt – von morgens bis abends Regen. Diese nennen wir nun wohl Flohmarktfahrt. In acht Orten mussten wir ganz vorsichtig fahren – überall Stände.“
Bei den Hamelnern Klaus und Karin Steffens klebt auf dem rund 4,2 Meter langen Triumph 2000 Roadster von 1949 ein Spruch. Übersetzt: „Der Unterschied zwischen Männern und Jungs ist die Größe ihrer Spielzeuge.“
Dirk und Birgit Lüddemann aus Gifhorn sitzen in ihrem Jaguar E-Type Cabrio mit Lederkappen. Auch Lothar Klenner aus Langenhagen sieht klasse aus. Er trägt zum Cruiser-Helm eine Pferdelederjacke aus den 30er-Jahren.
Der 76-Jährige hat das älteste teilnehmende Motorrad mitgebracht: eine Schüttoff F 350, Baujahr 1928. Gehandelt werden die Sportmotorräder heute für rund 20 000 Euro, erzählt er. Wobei: „Es wird gar nichts angeboten. Sie werden auch kaum noch gefahren. Das ist das Leid der Oldtimer.“
Er legt pro Jahr rund 1000 Kilometer auf dem Motorrad zurück: „Wenn die beim Losfahren donnert, kommt ein richtiges Glücksgefühl auf.“ Bei der Ausfahrt auf reizvollen Nebenstraßen traten 86 Teilnehmer zu drei Gleichmäßigkeitsprüfungen an. Dabei soll das Fahrzeug in einer vorgegebenen Zeit möglichst gleichmäßig bewegt werden. Eine Zusatzaufgabe lautete: möglichst 20 Zentimeter vor einem Gatter anhalten, berichtet Sportleiter Rolf Schormann.
Die Pokale für die Besten wurden abends im Altstadtrathaus überreicht. Bis dahin gab es Gelegenheit, die glänzenden Oldtimer und Youngtimer (Baujahr 1971 bis 1986) auf dem Altstadtmarkt und dem Kohlmarkt anzuschauen: Morris Eight, Borgward Isabella oder VW-Brezelkäfer, Aero 30 und Auto Union 1000 – alle noch unterwegs. Ulrich Krämer, Vorsitzender des ASOC, resümierte: „Unsere erste Tour 1990 war eine Wildwasserfahrt – von morgens bis abends Regen. Diese nennen wir nun wohl Flohmarktfahrt. In acht Orten mussten wir ganz vorsichtig fahren – überall Stände.“
Braunschweiger Zeitung, 04.06.2018
Saisonfinale 2018
Nach der Begrüßung durch unseren 1. Vorsitzende Ulrich Krämer genossen wir alle das weihnachtliche Menü mit traditionellem Gänse- und Entenfleisch.
Bevor der Nachtisch gereicht wurde, ehrte Ulrich Krämer verdiente Clubmitglieder in den unterschiedlichen Kategorien für Ihre Tätigkeiten, Hilfe und ihre Aktivitäten im Jahre 2018.
Bevor der Nachtisch gereicht wurde, ehrte Ulrich Krämer verdiente Clubmitglieder in den unterschiedlichen Kategorien für Ihre Tätigkeiten, Hilfe und ihre Aktivitäten im Jahre 2018.
Ehrungen des ASOC Harz/Heide
Ulrich Krämer dankte zum einen Dr. Dietrich Merkel und Norbert Schultz für ihre 25-jährige ASOC-Mitgliedschaft und ehrte die ASOC-Clubmeister in den folgenden Sparten:- Oldtimer-Sport: 1. Rolf Schormann, 2. Hans-Jürgen Strassner
- Clubtouristik: 1. Manfred Rennecke, 2. Elvira Woldt und 3. Platz Erhard Woldt und Gertrud Kölpin (punktgleich)
- Wanderpokale für Besondere Verdienste: Diana und Wilfried Jahns
Dank an die Damen des ASOC-Vorstandes
Ein ganzen lieben Dank an die Dame im Vorstand und den Damen der Vorstandsmitglieder:(v.l.) Britta Brandt, Christa Steinmann, Silvia Krämer, Brigitte Consbruch-Sattler, Diana Jahns und Marion Röver.
Auf diesem Wege dankt der
Vorstand des ASOC Harz/Heide
allen Clubmitgliedern für
Ihre Treue, Hilfe und Teilnahme
an den vielen Veranstaltungen
im abgelaufenen Jahr 2018
und wünscht allen
alles Gute für 2019.
Martin Röver
