Blitzblanke Flitzer parkten unter der Wassermaid

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Schöningen Teilnehmer an der Harz-Heide-Fahrt zeigten auch in Schöningen ihre Raritäten. 130 Oldtimer waren zu sehen.

Als der erste Oldtimer der Harz-Heide-Fahrt am Sonntag auf den Schöninger Marktplatz einbog, stand selbst Bürgermeister Henry Bäsecke am Straßenrand und spendete Holger Zinsch in seinem Fiat 508, Baujahr 1932, Beifall.

Auch die zahlreichen Gäste, die vor dem Café am Brunnen faktisch in der ersten Reihe saßen, begrüßten die anrollenden Fahrzeugveteranen mit Begeisterung.

Während die Motoren der 130 Oldtimer abkühlten, gingen die Teilnehmer an der Rundfahrt mit Start und Ziel in Braunschweig in Schöningen in die Mittagspause. Das war wiederum ein großes Glück für die vielen interessierten Besucher, denn sie hatten so zwei Stunden Zeit, um sich auch Details genau ansehen zu können. Und es gab viel zu sehen.

Zum Beispiel am „White G 20„ von 1910 oder am chromblitzenden Cadillac mit seiner eleganten roten Innenausstattung. Zu Füßen der Wassermaid wurde außerdem reichlich Fachsimpelei betrieben, denn dort hatten die ganz Alten Aufstellung genommen.

„Ich habe mit dem ,White G 20’ von Braunschweig bis Schöningen knapp drei Stunden gebraucht„, berichtete Norbert Schultz aus Harbke. „Das gute Stück habe ich schon vor 15 Jahren in Dänemark gekauft.„ Auch der Fiat 508 Spider, 1932 mit einem Preis von 9900 Lire in der Liste und dem Namen „Balilla„ am Kühler, stellte sich als eine Besonderheit heraus. Ihn gebe es in Deutschland nur zweimal, erklärte sein Besitzer Holger Zinsch aus Hemmingen. Selbst in Italien gebe es davon nur noch wenige.

Bevor die Rundfahrt-Teilnehmer auf dem Schöninger Markt oder dem Burgberg-Parkplatz einparkten, hatte viele der Fahrer, die an der Wertung teilnahmen, am Paläon eine Geschicklichkeitsaufgabe abzulegen. „Sie müssen dort mit Speeren eine Art Zielwurf absolvieren, bei dem ein vorgezeichneter Bereich getroffen werden muss„, erklärte dazu Martin Röver, 2. Vorsitzender des AutoSport- und Oldtimerclubs Harz/Heide im ADAC.

Schon auf dem Gut Sambleben hätten die Fahrer eine Prüfung ablegen müssen, bei der genaue Kenntnis ihres Fahrzeug erforderlich war. „Es war erforderlich, die genaue Höhe des Fahrzeugs zu kennen. Und nach den Angaben wurde dann eine Messlatte eingestellt, unter die man hindurchfahren musste„, so Röver.

Er hatte bei dieser 14. Ausfahrt, die zum zweiten Mal über Schöningen führte, mit einigen Helfern, auch von der Feuerwehr, alle Hände voll zu tun, um das Parken so zu organisieren, dass nachher eine nach Altersklasse zu erfolgenden Abfahrt ohne Behinderung möglich sein würde.


Helmstedter Zeitung, 02.06.2014

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