Zwar kein Frühling, dafür viele Autos

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Am Wochenende fand zum zehnten Mal der Automodefrühling statt - Organisatoren ziehen positive Bilanz

Von Nora Sophie Kienast
Autos auf dem Burgplatz, Autos auf dem Kohlmarkt, Autos auf dem Rathausplatz: Unverkennbar, es war das Wochenende des Modeautofrühlings. So gut wie alle großen Händler und Marken sind in der Innenstadt vertreten gewesen und priesen ihre Wagen an. Auf dem Burgplatz allerdings gab es solche zu sehen, die normalerweise nicht mehr auf den Straßen fahren: Oldtimer.

Der älteste Oldtimer vom Samstag gehört Dieter Kattelmann: Ein grüner Adler Trumpf Junior 1E, Baujahr 1937. "Als ich das Auto gekauft habe, war es nur Schrott", erzählt Kattelmann. Neun Jahre bastelte er am Adler, restaurierte ihn. Nach 2000 Arbeitsstunden habe er aufgehört zu zählen, sagt der Rentner. Heute genießt er sein Auto, zeigt es bei Autoschauen, nimmt an Ausfahrten und Rallyes teil. Stolz sagt Kattelmann: "Seit der Restaurierung hat der Wagen 16 000 Kilometer runter und fährt noch einwandfrei."
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Ein paar Meter entfernt steht ein BMW 507er von 1958, weiß mit dominanter Frontpartie. Es ist der ganze Stolz von Horst Kölpin, Mitglied des Oldtimer Clubs Harz-Heide. "20 Jahre habe ich darauf gewartet, dieses Auto zu kaufen", sagt er. Der BMW sollte damals die Antwort auf den Mercedes Flügeltürer sein, erklärt der Besitzer. Es war jedoch die falsche Antwort, der Wagen floppte. Glück für die heutigen Besitzer des nur 252-mal gebauten Autos: Er ist über eine Million Euro wert.

Volkmar von Carolath, Vorsitzender des Arbeitsausschusses Innenstadt, ist mit dem Verlauf des Automodefrühlings zufrieden. "Gerade am Sonntag hatten wir trotz des launigen Aprilwetters eine wunderbare Frequenz", sagt er - wenn auch das Kaufinteresse wetterbedingt etwas verhalten gewesen sei. "Am Sonntag sind 60 Prozent der Plätze in den Parkhäusern von Auswärtigen belegt gewesen", berichtet von Carolath.


Braunschweiger Zeitung, 02.04.2012

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